• Heini Erbini erhielt an der letzten Gemeindeversammlung den Prix Engagement. · Bild: zvg

19.12.2016
Luzerner Hinterland

«Der stille Schreiberling» wird geehrt

An der Gemeindeversammlung wurde Heini Erbini mit dem «Prix Engagement natürlich Luthertal» geehrt. Verdient hat er sich diesen Preis mit über 30-jähriger Medienarbeit für und über die Gemeinde Luthern. Er hielt damit das Leben der Gemeinde am Napf umfassend in Berichten fest.

Luthern · Der «UE»-Korrespondent Heini Erbini hat für einmal nur über die halbe Wahrheit berichtet. An der Gemeindeversammlung von Luthern («Der Unter-Emmentaler», 17. Dezember), schreibt Erbini über das Budget und den Gemeindebeitrag für die Käsereigenossenschaft Napf. In seiner Bescheidenheit lässt er aber eines weg: Für einmal war nämlich auch er selbst im Zentrum der GV. Das «Sprachrohr des Luthertals» wurde nämlich für seine jahrelange Berichterstattung für und über die Gemeinde Luthern mit dem «Prix Engagement natürlich Luthertal» ausgezeichnet.

Diverse Ämter übernommen
Heini Erbini kam als Junglehrer ins Luthertal und unterrichtete bis zu seiner Pension im Jahr 2011 vor Ort. Zuerst war er als Seminarist wegen Lehrermangel im Dorf im Einsatz, dann 1968 bis 1978 in Luthern Bad und anschliessend an der Kleinklasse (15 Jahre) und an der 5./6. Primarklasse im Dorf. Seit rund 30 Jahren arbeitet Heini Erbini nebenbei als Korrespondent für den «Unter-Emmentaler», den «Willisauer Bote» und jeweils monatlich für den «Lutherthaler». Daneben stellte er sich zudem in der Gemeinde für weitere Aufgaben und Arbeiten zur Verfügung. So verfasste er diverse Nachrufe und Chroniken, war Feuerwehroffizier und Aktuar im Verein Pro Luthertal. Noch heute amtet er als Organist der Wallfahrtskirche Luthern Bad und gibt Flüchtlingsfamilien Deutschunterricht.
Mit dem Prix Engagement ehrt Luthern Personen, «die sich über die Gemeindegrenzen hinaus engagieren, damit das Luthertal in der ganzen Schweiz bekannt oder bekannter wird.» Laudator Pius Häfliger stellte während der Ehrung bei der Gemeindeversammlung deshalb klar: Heini Erbini ist zweifellos ein würdiger Preisträger. Unter dem Titel «Tue Gutes und schreibe darüber», betonte Häfliger beispielsweise, dass Erbini «mit seinen Berichten und Fotos dem Luthertal ein positives Gesicht gibt.» Er dankte zudem dessen Frau Annemarie und seiner ganzen Familie, die für sein Engagement im Dienste der Öffentlichkeit viel Verständnis aufgebracht haben. Immerhin habe er zahlreiche freie Stunden mit dem Berichteschreiben verbracht.
Heini Erbini gebe dem Dorf am Napf eine Stimme, so Häfliger weiter. Er sei «ein stiller Schreiber» und ein «Chronist im Hintergrund». «Luthern erhält dank Heini Erbini weitherum Medienpräsenz.» Das vielfältige Vereinsleben und die Geschehnisse in Luthern erhalten durch seine regelmässige Schreibe Gehör.

Geschriebenes Wort bildet Geschichte
Pius Häfliger schloss seine Laudatio mit den Worten: «Gesprochene Worte werden verblassen, das geschriebene Wort bildet Geschichte.» Heini Erbini habe unbewusst als Chronist das Leben der Talschaft festgehalten, sodass zukünftige Generationen beim Lesen solcher Texte einen lebhaften Eindruck vom Leben, den Freuden und Sorgen sowie der kulturellen Aktivitäten in dieser Landgemeinde erhalten werden. Unter grossem Applaus würdigte das Publikum Erbinis Schaffen und unterstrich damit die Ehrung der Gemeinde.

Von Leroy Ryser

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