• Gerüstet für alle Fälle: Der Hochwasserkanal entlang der Bahnhofstrasse in Langenthal wurde saniert und wieder in Stand gesetzt. Bild: zvg

24.11.2017
Langenthal

Hochwasserkanal in Rekordzeit saniert

Das schöne Sommerwetter hat dazu beigetragen, dass die Instandsetzung des Hochwasserkanals entlang der Bahnhofstrasse

in Langenthal (Baulos 2) reibungslos und in Rekordzeit realisiert werden konnte. Auch die Abrechnung fiel erfreulich aus, konnte doch das Projekt günstiger realisiert werden als budgetiert, dies nahmen die Delegierten des Hochwasserschutzverbandes

Unteres Langetental erfreut zur Kenntnis.

14 der insgesamt 17 stimmberechtigten Delegierten aus den fünf Verbandsgemeinden (Aarwangen, Lotzwil, Roggwil, Madiswil, Langenthal) waren zur 80. Delegiertenversammlung des Hochwasserschutzverbandes Unteres Langetental erschienen. Sie wurden von Kassier Jürg Zurlinden informiert, dass im Budget für das Jahr 2018 Aufwendungen zu Lasten der Verbandsgemeinden in der Höhe von 230 935 Franken enthalten sind. Diese verteilen sich auf die Verbandsgemeinden wie folgt: Anteil Madiswil 48 356 Franken; Lotzwil 45 162 Franken; Langenthal 93 561 Franken; Roggwil 43 856 Franken.

Sekretär Beat Schöni (Stadtbauamt Langenthal) informierte anschliessend über das Hauptgeschäft, die Instandsetzung des Hochwasserkanals entlang der Bahnhofstrasse in Langenthal (Baulos 2). Der Start zum Projekt, das eine Länge von 61 Metern umfasste, erfolgte am 6. Juni dieses Jahres. Schöni sprach von aufwändigen Arbeiten, die zu erledigen waren. Dabei seien die Bauarbeiten von schönem Sommerwetter begünstigt worden. Allerdings seien nach der Freilegung des Hochwasserkanals zum Teil beträchtliche Schäden zum Vorschein gekommen, vorab auf der Wandseite Ost, informierte Schöni.

25 Jahre Entlastungsstollen

Diese Schäden seien in erster Linie durch das Salzwasser im Winter entstanden. Durch das schöne Sommerwetter habe man am Ende einen Vorsprung von vier Wochen auf das Bauprogramm gehabt, führte der Sekretär weiter aus. Bereits am 11. August habe das Projekt abgeschlossen werden können. Damit nicht genug: Auch habe man die beiden Baulose (Baulos 1 wurde bereits ein Jahr zuvor realisiert) am Ende günstiger realisieren können als budgetiert, betonte Beat Schöni. Gesamthaft seien für die beiden Projekte entlang der Bahnhofstrasse Kosten in der Höhe von 810 000 Franken budgetiert gewesen. Die Schlussrechnung belief sich dann auf 806 774 Franken. Erleichtert nahmen die Delegierten auch zur Kenntnis, dass man im Jahr 2017 vor Hochwassern verschont geblieben ist, was angesichts des verheerenden Unwetters, das im Juli über Zofingen hinweg zog, nicht selbstverständlich sei. Dennoch wies Beat Schöni darauf hin, dass der Entlastungskanal in Madiswil in diesem Jahr bereits fünfmal im Einsatz war. Der Präsident des Hochwasserschutzverbandes, Andreas Fankhauser (Lotzwil), lobte die Funktion des Entlastungskanals und wies darauf hin, dass in den Jahren von 1906 bis 1992 im Schnitt zweimal pro Jahr Hochwasser durch Langenthals Gassen floss. «Seit der Inbetriebnahme des Entlastungsstollens vor 25 Jahren war dies nur noch einmal der Fall», betonte Fankhauser. Nichtsdestotrotz werde man auch im kommenden Jahr wieder gezielt Hochwasserschutz betreiben, blickte der Präsident auf das kommende Jahr voraus. So werde man in Madiswil und Lotzwil entlang der Langeten Gehölzpflege betreiben und am Rumiweg in Langenthal sollen vier Hochstämmer gefällt und eine neue Holzbrücke installiert werden.

Von Walter Ryser

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