• Zum Abschied einen Blumenstrauss (von links): Zita Birrer, Marliese Gygax, Kathrin Veraguth, Sandra Grütter und Stefanie Wittwer. · Bild: Irmgard Bayard

03.11.2017
Langenthal

Langjährige Mitarbeitende verabschiedet

Die Herbstbezirkssynode des Kirchlichen Bezirks Oberaargau (KBO) stand ganz im Zeichen von Verabschiedungen. Die traktandierten Geschäfte wurden alle einstimmig genehmigt.

Das Traktandum hiess zwar Wahlen. Gewählt wurde allerdings lediglich Monika Dubach als Ersatz für Marliese Gygax in die Begleitkommission der heilpädagogischen kirchlichen Unterweisung (KUW).
«Die Vakanz im Vorstand des Kirchlichen Bezirks Oberaargau besteht immer noch», erklärte Präsident und Sitzungsleiter Christoph Kipfer der Versammlung. «Mit der Nachfolge von Sandra Grütter als Sekretärin sind wir im Gespräch und hoffen, diese dann im Frühling zur Wahl vorschlagen zu können.»

Sandra Grütter bleibt Finanzverwalterin
Damit war er auch gleich bei den Verabschiedungen. Sandra Grütter hat nach zwölf Jahren als Sekretärin gekündigt. In dieser Zeit habe sie 119 Protokolle verfasst, 27 Bezirkssynoden organisiert, sieben Neuanstellungen begleitet und vier Präsidenten erlebt, zählte Kipfer auf. «Glücklicherweise bleibt sie uns jedoch als Finanzverwalterin erhalten.»
Weiter wurden Stefanie Wittwer, Kathrin Veraguth, Zita Birrer und Marlies Gygax verabschiedet. Wittwer betreute 17 Jahre lang die Eheberatungsstelle. Kathrin Veraguth hat die heilpädagogische KUW 1999 aufgebaut und massgeblich geprägt. Zita Birrer (zehn Jahre) stand ihr zur Seite. Ihre Arbeit wird durch Ruth Loosli,  Katechetin und Ressortleiterin Kinder und Jugend sowie Claudia Reich weitergeführt.

Beliebte Mandalagruppe erhält mehr Geld
Das von Sandra Grütter erläuterte Budget wurde erstmals nach dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 erstellt. Das Budgetergebnis des KBO soll mehrheitlich ausgeglichen sein. «Dies wird erreicht, indem die Beiträge der Kirchgemeinden entsprechend angepasst werden», erklärte Grütter. Der budgetierte Gesamtaufwandüberschuss beträgt 50 Franken. Änderungen gibt es bei der Entschädigung des Präsidiums. «Diese wird um 200 Franken erhöht, da neu auch die Durchführung der Bezirkssynode zu dessen Aufgaben gehört», erläuterte die Finanzverwalterin.
Einen Betrag von 700 Franken hat der Vorstand für die Mandalagruppe (Konfirmierte) eingeplant, da diese so gut besucht wird, dass zeitweise eine zweite Betreuungsperson notwendig wird. Alle anderen Änderungen sind marginal. Aufgrund der Einführung von HRM2 sind mehrere Anpassungen im Organisationsreglement des KBO notwendig. Gegen diese formelle Teilrevision gab es keine Opposition.

Kirchenfest 2020 voraussichtlich in Rohrbach
Beim Traktandum Informationen ergriff Christine Lüthi aus Rohrbach kurz das Wort. Ihre Kirchgemeinde ist nicht abgeneigt, das Oberaargauer Kirchenfest 2020 (früher Oberaargauischer Kirchentag) zu organisieren. «Im kommenden Januar entscheiden wir definitiv darüber», erklärte sie. Mehr werde sie an der Frühjahrsbezirkssynode sagen können.
Als Vertreter der Oekumera-Kommission rief Christoph Kipfer die Anwesenden zum Schluss auf, ihm spezielle Aktivitäten aus den Kirchgemeinden zu melden, damit diese Hinweise bei Radio32 ausgestrahlt werden können. An der Herbstbezirkssynode waren 64 der 73 Stimmen vertreten.

Provozieren erlaubt, anstossen erwünscht
Die traditionelle Einstimmung in den Vorabend oblag an der diesjährigen Herbstsynode Samuel Hug. Der 36-Jährige ist seit diesem Jahr Pfarrer in Niederbipp. Er warf die Frage auf, was in einer Kirche anstössig ist und ob Provokation erlaubt sei. «Ja, wenn anstössig sein heisst, etwas anzustos-sen, innezuhalten und sich eventuell neu zu orientieren», so die Antwort des vierfachen Familienvaters. «Die Kirche vergrault seine Mitglieder nicht durch Provokation, sondern wenn sie stehen bleibt», ist er weiter überzeugt.

Von Irmgard Bayard


AUF facebook kommentieren