• So wird das neue Logo des Teams «Hockey Huttwil» aussehen. · Bild: zvg

09.07.2018
Sport

«Namenswechsel war wirtschaftlich nötig»

MySportsLeague: Hockey Huttwil – Das MySports-Team, welches im letzten Jahr noch unter dem Namen EHC Brandis geführt wurde, hat diesen Sommer eine intensive Zügelaktion hinter sich gebracht. Nicht nur dass die Mannschaft künftig im Campus Perspektiven spielen wird, sie wird auch unter dem Namen «Hockey Huttwil» auftreten. Das hat sich vor allem bei der Sponsorensuche bereits gelohnt. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf einen Zuschauerschub.

Eishockey · Schlicht und einfach sollte es sein, das neue Logo des Huttwiler Hockey Teams. «Der Vorschlag kam aus der Mannschaft», erklärt Heinz Krähenbühl, als er das neue Teamwappen vorlegt. «Ich habe die Spieler aufgefordert, Ideen einzubringen. Bei der zweiten Runde kamen Sandro Hain und Michael Gurtner mit diesem Vorschlag. Der hat mir gefallen.» In der Zwischenzeit wurde das Wappen ausgearbeitet und fertiggestellt. Das schwarzdominierte Logo zeigt ein blitzförmiges H, in Kreis drumherum steht prägnant «Hockey Huttwil» mit der Jahrzahl 2018. Das Resultat unterstreicht das Bestreben vom Teamvorsteher Heinz Krähenbühl eindeutig: Huttwil gehört ins Zentrum der Unternehmungen.

Weiterhin in der Brandis-Organisation
Das hat verständlicherweise in Hasle-Rüegsau, der ursprünglichen Heimat dieser Mannschaft, keine Freude ausgelöst. Den Brandis-Verantwortlichen wurde ihr Fanionteam weggenommen, Hasle-Rüegsau ist für Unwissende nicht weiter auf der Hockey-Landkarte vertreten. Heinz Krähenbühl aber präzisiert: «Wir spielen weiterhin unter der Clubnummer von Brandis. Wir haben nur dem MySports-Team einen neuen Namen verpasst.» Aus-serdem sei dieser Namenswechsel eindeutig nötig gewesen – und gelohnt habe er sich auch schon. Ganz im Sinn von «ein Projekt in Huttwil muss wie Huttwil heissen – sonst interessiert es Huttwil nicht» sagt Heinz Krähenbühl deshalb: «Das Huttwiler Umfeld hat es positiv aufgenommen. Beispielsweise ist es uns bereits jetzt gelungen, sämtliche Werbungen auf dem Eis zu verkaufen.» Gemunkelt wurde dabei, dass sich auch die Huttwiler Gemeinde mit einem hohen, fünfstelligen Beitrag beteiligt hat, damit der Name tatsächlich geändert wird, dies verneint Heinz Krähenbühl aber deutlich. «Wir werden als Huttwiler Verein wie andere Vereine auch von der Gemeinde mit einem Beitrag unterstützt. Dieser ist aber in einem kleineren Rahmen.»
Trotzdem: Das für die Teamverantwortlichen wuchtige Umzugsprojekt mit grossem Aufwand hat sich bereits gelohnt. «Man kann schon sagen, dass der Namenswechsel wirtschaftlich gesehen nötig war», erklärt Heinz Krähenbühl weiter. Ganz allgemein sei der Name für die Region wichtig. Huttwil kehrt auf die Landkarte des Eishockeys zurück. Das soll die Bevölkerung «gluschtig» machen und deutlich mehr Zuschauer in die Eishalle locken, als noch in den letzten Jahren.

Mehr Regionale im Team
Es ist aber nicht die einzige Folge, welche mit dem Wechsel nach Huttwil einhergeht. Unlängst hat die Organisation nämlich kommuniziert, dass sie als Ausbildungsteam fungieren will. Entsprechend wurden prompt junge, regionale Spieler verpflichtet. Mit Michael Kovac steht beispielsweise ein besonders schneller Huttwiler unter Vertrag, daneben wurde der Rohrbacher Janik Lanz im Team aufgenommen, genauso wie der Dürrenrother Luca Wüthrich. Zusätzlich spielen arrivierte Regionale mit dem «H» auf der Brust. Dazu gehören die Rohrbacher Adrian Steiner und Michael Minder, die ehemaligen Brandis-Junioren Sandro Hain, Stefan Oberli und Sven Nägeli, der Wäseler Marco Blaser sowie die Langenthaler Marco und Patrick Meyer sowie Fabian Born. «Die Mannschaft ist sicherlich jünger als früher. Wir haben diverse erfahrene Spieler wie Florian Lüthi, Patric Buri, Janick Holzer, Manuel Schaad oder Martin Gasser nicht mehr im Team», erklärt Heinz Krähenbühl. Das führe auch dazu, dass die resultattechnischen Erwartungen – gerade auch nach der Finalqualifikation in der letzten Saison – nicht mehr ganz so hoch seien. «Die Playoffs sind und bleiben ein Muss. Es ist aber nicht mehr unbedingt so, dass wir automatisch zu den Top-Vier-Teams gehören.» Weitere Transfers schliesst Krähenbühl derweil nicht aus. Nach aktuellem Stand rechnet er aber nicht mit einer Wiederholung der sportlich sehr überzeugenden letzten MySports-Spielzeit. Immerhin darf man mit dem Cupspiel gegen den HC Lugano dennoch ein ganz grosses Highlight erwarten.
Abgeschlossen ist die Saisonvorbereitung somit noch nicht ganz. Nicht zuletzt fehlt auch noch eine neue Website, die Heinz Krähenbühl gerne noch vor dem Saisonstart vorbereiten möchte. Immerhin ist seit gestern die Eis-Produktion im Campus Perspektiven gestartet worden, damit die Huttwiler bald endgültig in ihr neues Zuhause einziehen dürfen. Angelehnt an einen englischen Fussballsong darf sich die Huttwiler Bevölkerung deshalb schon jetzt besonders auf die neue Eiszeit freuen und singen: «Hockey is coming home ...»

Von Leroy Ryser

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