• Die Jüngsten eroberten auf der Ufhuser-Bühne das Herz des Publikums. Bild: Elsbeth Schär

17.04.2018
Luzerner Hinterland

Von Mazurka über Schottisch bis zu Rock’n’Roll

Zwei Mal vollbesetzte Fridli-Buecher-Halle am Heimatabend der Trachtengruppe Ufhusen. Mit Kindertänzen, Trachtentänzen,

Gesang, einer temperamentvollen Einlage der Jugendgruppe und einem Theater stand am Wochenende abwechslungsreiche

Unterhaltung auf dem Programm.

UFHUSEN · Mit einer herzerwärmenden Einlage wurde der Heimatabend der Trachtengruppe Ufhusen eröffnet. Dafür verantwortlich waren die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer, die in ihren Kindertrachten die Herzen der Zuschauer auf Anhieb eroberten. Schon der erste Tanz war den Dreikäsehochs wie auf den Leib geschrieben. Dieser trug den Titel «Necktanz», und es fiel den Lausbuben und «Luusmeitli» überhaupt nicht schwer, einander beim Tanzen noch zu necken. Ruhiger ging es beim zweiten Tanz zu, der aus Obwalden kommt und «Fazäneezli-Tanz» heisst. 

Dann ging noch einmal die Post ab, mit dem vielversprechenden Titel «Komm hol das Lasso raus». Aus den kleinen Trachtenfrauen und -buben wurden quirlige Cowgirls und Cowboys, und sie konnten beweisen, dass sie nicht nur tanzen können, sondern sie entpuppten sich auch als tanzende Sängerinnen und Sänger die sich im Lasso werfen übten.

Mit den grösseren Kindern hatten die Leiterinnen Angela Bernet, Priska Bernet, Carmen Dubach und Yasmine Johann den Tanz «Brienzerluft» einstudiert. Die Choreographie dazu haben Julia Brüllhardt und Andreas Marti geschrieben. 

Ein abwechslungsreiches Programm

Mit dem Auftritt «Es Tänzli für’s Kränzli» verabschiedeten sich die Kindertanzgruppen und machten die Bühne für «die Grossen» frei. Nachdem die Kindertanzgruppe den Heimatabend lanciert hatte, doppelten die Tänzerinnen und Tänzer der Trachtengruppe Ufhusen nach. 

Der Anblick der verschieden Trachten war eine Augenweide, und der Auftakt mit dem Marsch «No chly Sangria» passte ausgezeichnet. 

Die Tanzgruppe steht unter der Leitung von Cornelia Felber und Bettina Bernet. Den beiden lag viel daran, am Heimatabend mit einem abwechslungsreichen Programm von Trachtentänzen aufzutreten. Mit dem alten Tanz «Määrtgässler», nach der Melodie von Thomas Marthaler und der Choreographie von Werner Graf, tanzten sie Mazurka. «E Wunsch» hiess die rassige Polka von Werner Vogel, und diese Darbietung liess auch keine Wünsche offen. Mit viel Schwung wurde «De Schründler» angegangen, welcher Martin Hotz in der Taktart eines Schottisch schrieb. Nach der gleichnamigen Melodie des Ohrwurms «Marina» verfasste Sepp von der Flüe die Choreographie zu einem Foxtrott. 

Noch einmal stimmte das Schwyzerörgeli-Quartett Heimisbach einen Schottisch an, und die Tänzerinnen und Tänzer verabschiedeten sich mit dem lüpfigen «Kafi-Schottisch».

Bei der Trachtengruppe Ufhusen wird nicht nur getanzt, sondern auch der Gesang wird gepflegt. Unter der Leitung von Katrin Krause trifft sich eine Gruppe von dreizehn Frauen zu regelmässigen Singproben. So sorgte die Singgruppe zwischen den Trachtentänzen mit anspruchsvollen Liedern für Abwechslung. Auf dem Programm standen die traditionellen Lieder «Heimatglogge» von Paul Schreiber und «D Luzerner-Hymne» von Alfred Leonz Gassmann. Doch die Sängerinnen hatten auch den bekannten Song «Stets i Truure» von Polo Hofer einstudiert sowie ein Wiegenlied aus Südafrika, «Sia Hamba», das sie in der afrikanischen Sprache sangen. 

Zum Schluss des musikalischen Teils fegte die Jugendgruppe über die Bühne, und bot eine tänzerische Einlage, die in die Stilrichtung von Twist bis Rock’n’Roll ging. Nun hiess es Vorhang auf für die Theatercrew. Unter Regie von Roger Giger und Sandra Müller spielten versierte Vereinsmitglieder das Volksstück «Dure bi Root». Mit schauspielerischem Können verstanden die Theaterleute, dem «Chaos» auf der Bühne mit Witz und Humor zu begegnen und das Publikum immer wieder zum Schmunzeln zu bringen.

Von Elsbeth Schär

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